Geschichte


Zum Anlass des Jubiläums 125 Jahre Singkreis Müllheim haben wir eine Zusammenfassung der Protokollbücher von 1880 bis 2005 erstellt.

30.01.1880 Gründung des Töchterchors
1880 bis 1905
1905 bis 1920
1920 bis 1930
08.03.1930 wurde er zu einem Damenchor erweitert
1940 bis 1958
1958 bis 1969
07.11.1969 öffnete man den Chor auch für Männer, jetzt hiess er Gemischter Chor

1968 bis 1985
21.06.1978 wurde der Chor in Singkreis umbenannt
1985 bis 2005

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1880 Gründung des Töchternchores

„Dem Guten, Wahren, Schönen, soll unser Lied ertönen“

Auf Ermunterung des vom 1867 gegründeten Männerchor Frohsinn Müllheim, entstand der Töchterchor Müllheim. Deren erster Präsident und Gesangsführer (Dirigent) war Lehrer O. Naegeli. Die Statuten basieren auf dem Datum vom 30. Januar 1880.

Mitglieder der ersten Stunde waren:
Margrit Gräther, Margrit Gubler, Elise Pfister, Marie Pfister, Louise Lüthi, Marie Häberli, Louise Ehrensperger, Frieda Naegeli-Wenk, Frau Bolens, Bertha Müller, Emma Dinkel, Louise Kirchhofer, Marie Gubler, Friedericke Traber, Marie Bollier, Seline Gubler, Emma Friedrich, Bertha Eigenmann, Lisette Pfister, Marie Herter, Susanne Kessler, Lisette Christinger, Lisette Hugentobler, Marie Traber, Anna Sprenger, Frieda Mast, Elisa Dinkel, Bertha Keller

Bemerkenswert, Eintrittstaxe Fr. 1.–, Austrittstaxe Fr. 2.–.

Bereits am Pfingstmontag 17. Mai 1880 fuhren Männerchor und Töchterchor gemeinsam in einem „Sechsspänner“ zum Nollen bei Wuppenau. Turbulent und fröhlich soll es zu und her gegangen sein. Eben halt so: „Wie die Alten sungen so zwitschern auch die Jungen“. Nach Worten des Chronisten, August Braecker, soll der junge Chor mit viel Fleiss an die Arbeit gegangen sein. Der erste öffentliche Auftritt fand bereits 1881 statt, am Sängertag in Pfyn. Und wieder ging es fröhlich vereint zum Maiausflug zur Insel Mainau.

Liedgut:  allgemein setzte sich das Liedgut wie folgt zusammen: Heimat- und Freiheitslieder, auf die Jahreszeiten bezogene Lieder, sowie geistliche Lieder

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1880 bis 1905

1883 Besuch der Schweiz. Landesausstellung in Zürich.

1890 Gemeinsame Liedervorträge bei der Einweihung des heutigen Ochsenschulhauses. Lehrer Naegeli wird durch Lehrer Müller abgelöst. Bis 1914 sind jeweils die Dirigenten auch die Präsidenten des Vereins.

1897 Zweitägige Reise zum Axenstein, Fronalpstock und Rütli

1898 Lehrer Brühlmann löst Lehrer Müller ab als Präsident und Dirigent

Der Töchterchor wird in den kantonalen Sängerverband aufgenommen. (dieser wurde 1828 gegründet). Bereits im Juni des gleichen Jahres kehrt der Verein vom kantonalen Sängerfest in Frauenfeld mit dem 1. Lorbeer zurück (1. Preis)

Die Probelokale liessen manchmal zu wünschen übrig, oder waren des öftern besetzt, wie durch kant. Lehrabschlussprüfungen, geprobt wurde im untern Schulhaus oder in einem Stickereilokal. Oft musste man auch in das Restaurant Kreuzstrasse in Märstetten, ausweichen.

1899 Anschaffung einer eigenen Vereinsfahne mit entsprechendem Einweihungsfest.

1901 Sängerfeste bis 1951 jeweils Sonntag und Montag, ab 1951 Samstag und Sonntag. In den Anfängen 1, 2, bis 3-jähriger Turnus. Später bis heute 4 – 6 Jahren, während den beiden Weltkriegen fanden keine Kant. Sängerfeste statt.

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Ausflug mit bekränztem, flotten Pferdegespann zum Schloss Arenenberg (ausführlicher Bericht über die Bonaparte- Familie)

1902 18. April Benefizkonzert im Traubensaal für den Krankenpflegeverein.

Eine Frau wurde aus dem Chor ausgeschlossen da ihr Name dem Verein schadete.

September bis November keine Proben, da die Mitgliederzahl unter 20 gesunken ist.

1903: 15. Februar Konzert erstmals mit Theater mit eigenen Leuten von Töchterchor und Männerchor

1904 Einladung des Gewerbevereins für Rahmenprogramm an der Lehrabschlussprüfung.

Eine schöne Tradition, immer zwei Tage vor einer Hochzeit eines Mitgliedes wird demjenigen ein Ständchen gebracht, denn durch Heirat scheidet sie aus dem Chor aus.

Allgemein setzte sich das Liedgut aus Vaterlands- und Freiheitslieder, sowie geistliche und auf die Jahreszeiten bezogene Lieder zusammen.

Immer beindruckend die gemeinsame Silvesterfeier mit allen Vereinen in der Kirche.

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1905 bis 1920

1906 Demission von Dirigent Lehrer Brühlmann wegen eines Halsleidens nach 9 Jahren Amtszeit. Der Verein hatte viele Erfolge unter diesem Dirigenten und ist dadurch lebensfähig und stark geworden.

Gemeinsam mit dem Männerchor Frohsinn, wurden Sängerfeste, Maibummel, Unterhaltungen mit Theater und Gartenfeste organisiert.

Ein Beispiel einer Abrechnung einer Abendunterhaltung von 1914: Einnahmen Fr. 147.-  Ausgaben Fr. 185,68  Defizit Fr. 38.68. Töchterchor begleicht Fr. 12.-und der  Männerchor übernimmt Fr. 26.68

Gefestet wurde viel, getanzt, gesungen im Löwengarten, im Ochsengarten oder im Haus zum Weingarten.

Zu diesen fröhlichen Anlässen kamen aber auch schwierige Zeiten. Des öftern Dirigentenwechsel:

1906-1909 Lehrer Müller, Lehrer Etter 1909 und im selben Jahr bis 1911 wieder Lehrer Müller, 1911-1914 Lehrer Ribi, 1914-1916 Lehrer Schär und erste Frau als Präsidentin Ida Brauchli, 1917 wieder Herr Ribi und Präsidentin Emilie Greuter, 1918-1922 Lehrer Wehrli und ab 1919 Emma Brunner als Präsidentin

1914 brach der 1. Weltkrieg aus. Gespart wurde mit der Benützung der Probelokale wegen Kohlenmangels, wegen schlechter Verkehrssituationen fielen die grossen Reisen aus. (Nur noch Maibummel oder mit Pferdegespannen in der näheren Umgebung, Arenenberg, Haidenhaus, Stähelibuck). Gesangsstunden mussten des öftern ausfallen wegen Abwesenheit im Militärdienst, auch wegen der Maul- und Klauenseuche, oder der stark grasierenden Grippe. Aber durch all diese Wiederwärtigkeiten liessen sich die Dorfvereine nicht unterkriegen und führten ihre Anlässe auf einfache und bescheidenere Art und Weise durch.

Das Liedgut war geprägt von Heimat und Vaterlandslieder eben dem Zeitgeist und Weltlage entsprechend. Nach Ende des Krieges 1918 wurden erfreulicherweise auch wieder Hochzeitslieder gesungen, kehrten doch die Männer von den Grenzen zurück. Ein Gegensatz dazu bildeten die leider zahlreichen Grabgesänge infolge der schlimmen Grippe

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1916 Die Bundesfeier wurde vorverschoben auf den 30. Juli. Grund: Viele Männer mussten am 31. Juli in den Militärdienst einrücken.

1917: Gemäss Paritätischer Schulvorsteherschaft darf dieses Jahr der Silvesterumgang nicht abgehalten werden

1918 Erfolgreiche Abendunterhaltung beider Chöre. Gefestet wurde bis der Wirt zur Traube das Licht unter der Nase weg löschte (gem. Protokoll). Wegen der Grippe die überall wütete wurde im Oktober und November die Schule eingestellt. Auch die Gesangsstunden wurden bis auf weiteres verboten.

1919 Jubiläum 50 Jahre Männerchor Frohsinn, der Töchterchor half beim Jubiläumsfest tatkräftig mit und schenkte einen Lorbeerkranz mit weisser Schleife. Der Eintritt ans Fest kostete Fr. 1.-. Das Helfermenue für die Frauen: Verschiedene Kuchen mit Rahm und Kaffee.

27. Juli 1919: erstes Sängerfest in Weinfelden nach dem Krieg. Fröhliche Wander- und Liebeslieder erklingen wieder. Der Chor variert immer so zwischen 20 und 30 Mitglieder.

1920 Turbulente Jahresversammlung im Rest. Löwen vom 28. Feb. Nach dem geschäftlichen Teil spielte ein „Handörgelimaa“ zum Tanz, Stühle gingen in Brüche und auf dem „frühen“ Heimweg hat es noch einen „Schlupf“ wo es noch Kaffee und Fasnachtschüechli gab.

Im Juni musste eine zweitägige Reise ins Glarnerland wegen Maul- und Klauenseuche verschoben werden.

Dirigent Wehrli erhielt Lohnaufbesserung von Fr. 100.- auf Fr. 140.-

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1920 bis 1930

1921 War das Jahr der Fahnenweihen, es waren die neuüberarbeitete Fahne des Töchterchors, des  Männerchors, der Turner und des Veloclubs.

1922 Dirigent Wehrli demissioniert infolge Wegzuges.

Am 58. Kant. Sängerfest in Frauenfeld, erreichte den Chor der 1. Rang. Der neu gewählte Dirigent Max Ammann war stolz und dementsprechend wurde gefeiert. Max Ammann blieb Dirigent (auch für den Männerchor). Mit diesem Dirigenten wurden viele Erfolge erreicht. 1924 Teilnahme am Jubiläumssängertag in Tägerwilen, am Kreissängertag in Herdern wo zuerst ein ca. 2-stündiger Fussmarsch voraus ging. 1928 war das 60ig-jährige Jubiläum des Männerchors, welches trotz Wolkenbruch ein super Fest wurde. 1929 am kant. Sängerfest in Arbon wurde wieder der Lorbeer 1. Klasse errungen, trotz Wolkenbruch und an den Beinen klebenden nassen Röcken. Eine Woche später war der Chor schon wieder in Pfyn aktiv. Die Wolkenbrüche hatten es in sich, bei diversen Anlässen und gaben für die Organisatoren immer zusätzlich Arbeit.

Wenn die Dorfvereine von einem Kantonalen- oder Eidgenössischen Fest nach Hause kamen war der Töchterchor beim Empfang am Bahnhof auch immer dabei, eine schöner Brauch.

Die mit Fr. 800.- versicherte Fahne kommt in den Fahnenkasten im Rest. Rebstock

Fröhlicher Maibummel nach Steckborn am 21. Mai. Mit zwei Booten wurde eine Hafenrundfahrt gemacht und im Haidenhaus löschte man den Gewaltsdurst.

Immer dabei war der Töchterchor bei den Bundesfeiern. Z.B. das Programm vom 1. Aug. 1922 auf dem Schulhausplatz: Eröffnungsmarsch, Gemischter Chor (Männerchor und Töchterchor zusammen), dann noch jeweils jeder Chor separat, Turnverein, Vorlesung durch Pfarrer Glinz, Schülerchor, Damenturnverein, Radfahrer und Musikgesellschaft

Wegen Wolkenbruch wurde die Feier auf den 6. August 1922 verschoben.

10. August 1922 heiratet Dirigent Max Ammann Berta Zuberbühler aus Urnäsch

1923 15./16. Juli, 2-tätiger Rigiausflug

1924 Infolge Mitgliedermangel wurde diskutiert ob der Töchterchor in einen Damenchor umbenennt werden soll, so dass auch Frauen beitreten können.

1925 25. Nov. Bei Schneegestöber wurde dem Ehepaar Ebinger  s c h n e l l  zur goldenen Hochzeit gesungen

1926 Für die gemeinsame Unterhaltung vom 31. Januar und 6. Februar wurden die Programme erstmals gedruckt. Ein Theaterstück von Alfred Huggenberger wurde aufgeführt.

Ein Flügel wird angeschafft vom Musikhaus Nater in Kreuzlingen, für Fr. 1350.- die Ortsgemeinde spendete Fr. 500.-.

Immer wieder beteiligt sich der Chor an den Anlässen und Jubiläen der andern Dorfvereine. So bei 50 Jahre Musikgesellschaft Müllheim am 11. Juli 1926. Oder es werden Benefizkonzerte veranstaltet, z. B. für Wassergeschädigte am See oder für den Krankenpflegeverein.

1928 Beim Fest 60 Jahre Männerchor Frohsinn, vom 12. Aug. bestand das Helfermenue aus verschiedenen Kuchen mit Rahm sowie Kaffee zudem erhielten die Frauen Fr. 50.- in die Kasse.

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Aus dem „Töchternchor“ wird der „Damenchor“

1930 8. März 1930 „Aus Töchtern wurden Damen“ der Töchterchor wird in „Damenchor“  umbenannt.

Das 50-jährige Jubiläum wird im Löwengarten veranstaltet unter Mitwirkung aller Dorfvereine. Gemäss Chronist:“ Möge der Damenchor einer guten Zukunft entgegen gehen. Mit dem Wunsche: es lebe der Damenchor und mit ihm der edle Gesang und das ewig Weibliche!!!!“

1931 Wegen der wirtschaftlichen Krise und der Arbeitslosigkeit wurde zeitweise nur noch ein Unterhaltungsabend durchgeführt, wie 1931 wo Bauerndichter Alfred Huggenberger zu einer Vorlesung nach Müllheim kam. Oder 1933 spielten drei Instrumentalisten mit. Helen König, Violine, Walter König, Viola und Ernst Mertens, Cello.

Überhaupt waren die jährlichen Unterhaltungen immer ein Erfolg. Die Theaterleute kamen immer aus den eigenen Reihen der beiden Chöre, ihr Regisseur war Albert Sigrist. Wenn jemand kurz vor bestimmten Aufführungen aus dem Chor austrat kostete das Fr. 10.-.

1933 Trotz Krisenzeit und schlechter wirtschaftlicher Lage waren die jährlichen ein- oder mehrtägigen Ausflüge immer sehr beliebt, wie 1931 die Berner-Oberland Reise (Skizze beiliegend), 1933 Wanderung zur Ebenalp und zum Hohen Kasten. Die dreitägige Tessinreise musste unfreiwillig verlängert werden. Auf der Heimreise wurde der Zug in Sisikon gestoppt wegen Unwetter und Schlammlawinen. Die Sängerinnen wurden in ein Hotel in Sisikon einquartiert und am nächsten Tag wurde die Heimfahrt angetreten.

Da die beiden Chöre während der Unterhaltung im Traubensaal jeweils keinen Platz hatten, genossen sie um so mehr die gemeinsame Konzertabrechnung im Gasthof Löwen. Ob Vorschuss oder Defizit, auf alle Fälle es wurde immer ein gemütlicher Abend

1934 zählt der Verein 24 Aktiv-, 47 Passiv-, und 11 Ehrenmitglieder

Dirigent und Präsident immer noch Max Ammann. Er erhielt für seine bereits 15 jährige Dirigententätigkeit eine Ehrenurkunde.

Ein weiterer Beschluss: Das steife „Sie“ soll fallen gelassen werden und jeder soll auf ein fröhliches „Du“ anstossen.

1935 Ein Beispiel der vielen Abendunterhaltungen: 5. und 12. Januar Lieder- und Theaterabend zu Gunsten unserer werten Ehren- und Passiv-Mitglieder im Saale des Hotel Traube. Programm: Der Maibaum (Minnelied aus dem 16. Jahrhundert von O. Löffler), Ich fahre dahin (aus dem 15. Jahrhundert von R. Kahn), Gar lieblich hat sich gesellet (1533 von W. Weismann), Durch den Wald zieht leise (von C. Attenhofer), Der Jäger Abschied (von Mendelssohn), Waldeinsamkeit (von J. Pache), dazwischen zwei Stücke mit dem Streicher Trio. Im zweiten Teil wurde das Theater „Äs Haar i d’r Suppe“ Dialekt-Lustspiel. Anschliessend gab es Frei-Tanz für Programm-Inhaber. Der Eintritt betrug Fr. 1.50.

Anstelle einer Unterhaltung im Winter 35/36 entschieden sich die beiden Chöre für ein Kirchenkonzert am 10. Nov. 1935 nachmittags um 3 Uhr. Programm: Die Ehre Gottes (Beethoven), Weihe des Gesangs (Mozart), Zum Eingang (Schubert), Nacht (Abt), Abendfeier (Billeter), Abendchor (Kreutzer), Waldandacht (Attenhofer), Der Lichtschöpfer (Naegeli), Bundeslied ( Mozart), Lobeshymne ( Barblan) und dazwischen Stücke für Violine und Orgel.

Die paritätische Kirchenvorsteherschaft machte folgende Auflagen: Gratis Eintritt für alle, Kollekte zur Deckung der Unkosten, Allfälliger Ueberschuss muss der Kirche für einen, wohltätigen Zweck abgegeben werden.

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1936 Die Statuten werden revidiert. Der Grabgesang wurde aufgehoben. Wegen starker Kinderlähmung mussten die Proben vorläufig ausfallen.

August, mit Car Ausflug nach Einsiedeln und Etzel.

1937 Übliche Unterhaltung, erstmals mit Tombola  1200 Lose à Fr. 0.25 wurden verkauft. Tanzkapelle Thurgovia oder Rechner (Grüneck)

Probleme mit der Gewinnverteilung:  Halb / Halb wäre fair. Der Männerchor will aber 2/3 und die Frauen gaben sich mit 1/3 zufrieden, nachgiebig wie sie sind. Verteilen nach der Mitgliederzahl beider Chöre wurde abgelehnt.

Am kant. Sängerfest in Frauenfeld wurde neu nach Noten taxiert und nicht nach Punkten.
Sehr gut    =  Lorbeer mit Goldfransen
gut    =  Lorbeer mit Silber
genügend  = Eichenkranz.

Der Damenchor erhielt Gold und der Männerchor Silber, es gab einen tollen Empfang in der Traube durch den neuen Ortsvorsteher Hauptmann Albert Truninger. Fotos im Buch 6 S. 14 und 18

Für den Winter 1937/38 möchte der Männerchor einen Maskenball organisieren. Die holde Weiblichkeit war nicht begeistert, man blieb beim Alten.

1938 Den Rückgang der Passivmitglieder möchte man stoppen mit vermehrter Gesangspräsenz auf den Müllheimer Strassen und Plätzen.

Im April gab es wegen Abwesenheit im Militärdienst, wenige Zeit später auch wegen Grippe, Kinderlähmung und Viehseuchen immer mehr Probeausfälle.

Juni – Juli  Mitwirkung beim Abendprogramm beim Jubiläumsschiessen der Standschützen und Teilnahme an der Fahnenweihe der Musikgesellschaft, erstmals wurde eine Lautsprecheranlage eingesetzt was die Frauen sehr freute.

August Ausflug nach Engelberg und zum Titlis     (Foto Buch 6 S. 45)

Dez. 20.  Alle Unterhaltungen werden wegen Viehseuche für Winter 38 / 39 abgesagt.

1939 Mai, Käser Forster, zum Klingenberg, lud beide Chöre zu einer zünftigen „Nidleten“ ein. Selbst der Dirigent war erstaunt wieviel Schlagrahm die Sängerschar zu essen vermochte. Es gab eine feucht, fröhliche Heimkehr durch den Wald.

1. September, Ausbruch des 2. Weltkrieges

Die Proben wurden vorläufig eingestellt. Um den Zusammenhang nicht zu verlieren, trafen die Frauen sich wöchentlich zum Stricken für die Wehrmänner. Es gab viele Solidaritätsbezeugungen unter den Vereinen im Allgemeinen.

Gemeinsame Programme aller Vereine. Erlös für die Wehrmannshilfe. Verzicht auf die Passivbeiträge. Päckchen wurden versandt für militärpflichtige Männerchörler und Wehrmänner. Ein Müllheimer Sek-Schüler, Ernst Keller, fertigte Weihnachtskarten an und schrieb: Frohe Weihnachten „Der Damenchor Müllheim gedenkt seiner lieben Soldaten.“

Weihnachtsfeier Im Traubensaal mit den einquartierten Dragonern, zusammen mit Frauenverein und Schüler.

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1940 bis 1958

1940

Der Damenchor wird 60 Jahre alt. Als Geschenk verfasste der Männerchor-Präsident, August Bräcker, eine informative Chronik über die Zeitspanne 1880 – 1940

Infolge schwieriger Verhältnisse wurde auf eine Feier verzichtet, aber verbunden mit der Hoffnung auf bessere Zeiten und dass Alt und Jung weiterhin zusammenhalten und das wohltuende Singen in den verschiedensten Lebenssituationen nicht vergessen sondern weiterhin fördern.

Mai, zugunsten der Nationalspende wurden wieder gemeinsame Vorführungen aller Vereine auf dem unteren Schulhausplatz organisiert.

6. Oktober erlebten beide Chöre eine tolle Rigireise mit einem Abstecher nach Luzern.

Nach zweijährigem Unterbruch soll wieder ein Familienabend durchgeführt werden.

1941

Der Beginn der 40-ger Jahre stand noch ganz im Zeichen des Krieges. Es gab viele Probeunterbrüche wegen Abwesenheit des Dirigenten im Militärdienst. Trotz Sparmassnahmen in Sachen Heizung (die Theaterproben fanden bei Familie Gattiker in der Wohnung statt, anstelle des Schulhauses), waren die Unterhaltungsabende immer ein Erfolg. Besonders beliebt waren die Gemischtchor-Lieder und die fröhlichen Theaterstücke, sie liessen die schwierige Zeit etwas vergessen. Gegen Ende des Krieges und auch nachher, versuchten die Verantwortlichen neue Elemente in die Unterhaltungsabende einzubauen. 1944 und 1945 fanden die Konzerte mit anschliessender Abendunterhaltung mit Tanz, jeweils am Ostermontag um 14.30 Uhr „im Saale des Hotel Traube“ mit einem Eintrittspreis von Fr. 1.65 und ein Jahr später von Fr. 2.20 statt. Es wirkten mit, einmal die bekannte Schweizer Jodlerin, Marty Mumenthaler und Partnerin Vrenely Pfyl und einmal die vom Radio her bekannten Volksliederinterpreten, Werner und Nelly Huber und Sepp Israng. Es wurden nur noch wenige kleinere Sängerfeste durchgeführt man konzentrierte sich auf gemeinsame Anlässe mit den übrigen Dorfvereinen. Auch das Reisen wurde spärlicher, Okt. 1942 Ausflug ins Appenzellerland zur Ebenalp und September 1943 zweitägige Arosareise mit Wanderung zum Weisshorn.

Mitglieder, 21 Aktive, 13 Ehren- und 39 Passivmitglieder.

1. Aug. Inmitten der Kriegswirren wurde das 650 jährige Bestehen der Schweiz. Eidgenossenschaft gefeiert, mit der Ueberbringung des Rütlifeuers durch eine Staffette des TV Müllheim, sowie Mitwirkung aller Vereine, die Ansprache hielt Pfarrer Bommer.

1942

Fröhliche Jahresversammlung im Adler vom 14. März 1942, mit anschliessender „Tanzete“ mit den anwesenden Soldaten.

31. Mai: 75 Jahre Männerchor Frohsinn, gefeiert wurde im bescheidenen Rahmen und mit den Vereinen aus der Nachbarschaft unter den rauschenden Bäumen im Weingarten. Der Damenchor schenkte einen Tischgong und von einem Pokal war die Rede, der immer wieder gefüllt die Runde machte.

5. Juli: Sängertag in Weinfelden. Die Vorträge wurden positiv bewertet. Es hiess, ausnehmend schön in den Klangfarben, vermittelten die gemischten Chöre Müllheim und Wigoltingen mit ihrer jahrzehntenlangen Sängertradition.

August: Kunstturnertag, die Damen wirkten mit im Abendprogramm.

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1943

Der Präsident und Dirigent Max Ammann begann die JV vom 6. März im Freihof mit den Worten:“ Wir können uns glücklich schätzen im 4. Kriegsjahr immer noch zum gemütlichen Singen zu treffen.“

Während der Kriegsjahre wurden keine eigentlichen Jahresprogramme festgelegt.

1943 Kant. Schwingertag in Müllheim. Teilnahme am Abendprogramm.

Sept.  Arosareise mit Wanderung auf das Weisshorn  (Foto  Buch 6   Seite 141)

Okt. Gemeinsame Gesangsvorträge an verschiedenen Orten in der Gemeinde.

1944

Lustige Jahresversammlung im Ochsen vom 25. März mit anschliessenden Stepptanzeinlagen dreier Mitglieder.

April: Ostermontag wunderschönes Lieder-Konzert im Trauben mit beiden Chören mit Solojodlerinnen  Mumenthaler / Pfyl. Ein Päckliverkauf wurde durchgeführt. Es ist uns eine here Freude und schöne Aufgabe mit frohen Liedern einen Lichtblick zu bringen in dieser Zeit.

(1 Kopie vom Programm beiliegend). Nach. Protokoll „die Unkosten verschlangen den grössten Teil der Einnahmen, den Gewinn musste man mit der LUPE suchen.

Langer Probeunterbruch.

Aus Dankbarkeit, wenn auch bescheiden, wurden vom Verein immer wieder Spenden ans rote Kreuz oder sonstige wohltätige Institutionen überwiesen.

In der Adventszeit bereitete der Chor alten und kranken Menschen mit Weihnachtsliedern eine Freude.

1945

Nach 15 jähriger Mitgliedschaft werden die Sängerinnen bereits mit einer Brosche und einer Urkunde zu Ehrenmitgliedern ernannt.  Für fleissigen Probenbesuch gab es ein kleines Geschenk.

Die Frauen von der Fahnenwache beantragen: reparieren der Fahne die ziemlich fadenscheinig sei.

Wieder schönes Osterkonzert, ähnlich 1944, mit den bereits erwähnten Solisten Huber.

9. Mai 1945, nicht ein gesangliches Ereignis prägte diesen Tag, nein, etwas viel schöneres tönt heute durch die ganze Welt.

„FRIEDEN“

15. Juli, Sängertag in Neukirch Egnach, nachher bei ehemaligen Chormitglieder Herr und Frau Suter-Kuster (Käser) zu einem zünftigen z’Vieri eingeladen. Echt ein Festessen nachdem vorher Teile der Lebensmittel rationiert war.

26. Aug. Sängertag in Weinfelden verbunden mit drei Fahnenweihen, von Weinfelder Vereinen. Zum Glück hatte der letzte Zug eine halbe Stunde verspätung, sonst hätte man zu Fuss nach Müllheim gehen müssen.

Das 25- jährige Dirigentenjubiläum vom Max Ammann wurde von beiden Vereinen mit einer schlichten Feier gewürdigt.

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1946

Die gewohnten Abendunterhaltungen mit Liederprogramm, Theater, oder Filmvorführungen sowie Tanz wurden wieder aufgenommen. Nach dem Krieg konnten sich viele der dienstpflichtigen Mitglieder wieder dem Vereinsleben widmen. So war es auch wieder möglich das Programm der Abendunterhaltungen mit eigenen Leuten zu bestreiten. Ebenfalls wurden die Reisen und die Sängertage wieder aktuell.

Die Sängertage setzten sich wie folgt zusammen: Meistens mit einem Festumzug, den Wettgesängen, den Gesamtchören und einem Unterhaltungsteil, nicht zu vergessen die Sängerwurst.

Die besuchten Sängeranlässe:
30. Mai 1946 in Rapperswilen
22. Juni 1947 in Pfyn (zu Fuss)
30. Juli 1950 in Mammern (Buch 6 Fotos Seite  70 und 71
17. Juni 1951 in Pfyn
1. Juli 1951 Kant. Sängertag in Bischofszell (Silber – Lorbeer)
8. Juli 1956 Sängertag in Pfyn, zu Fuss zusammen mit dem Männerchor und der Musikgesellschaft (Buch 6,  Fotos  Seite 163)

Max Ammann gab das Präsidium ab, blieb aber weiterhin Dirigent. Neue Präsidentin Frau Evi Brülhart.

Die Mutationen bestanden vielfach darin, dass die jungen Frauen in eine Stellung gingen. (Gem. Protokoll)

Geheiratet wurde viel und die Damen tanzten (sangen natürlich) auf so mancher Hochzeit ihrer Mitglieder.

Das Vereinslokal „Grütli“ wurde verkauft. Neues Vereinslokal wurde der Ochsen.

25. Aug. 1946 die Sustenstrasse wurde dem Verkehr übergeben. Die Sängerinnen nutzten die Gelegenheit für einen Ausflug

1947

12. Mai war die Glockenweihe für die Kirche St.Verena. Eindrückliches Fest mit viel Gesang.

1948

Der 1. Aug. war festlich geprägt durch die Hunderjahrfeier der Schweizerischen Bundesverfassung.

Öffentlicher Gesang an verschiedenen Orten im Dorf.

26. Sept. Beide Chöre sangen im Kantonsspital Frauenfeld.

1949

Klavierkauf aus dem Nachlass, Paula Hochstrasser.

Im Januar, erfolgreiche Unterhaltungsabende mit dem beakannten Theaterstück „Der wahre Jakob“, Regie A. Renggli. Anschliessend Ballonwettbewerb.

An den Konzert-Abrechnungsabenden der beiden Chöre war eigentlich ein internes Fest mit Gedichten, Liedern und Sketch.

Ein Flügelfonds wurde gegründet.

3. Juli Anlässlich des Kreismusiktages in Müllheim wurde ein Festspiel mit allen Dorfvereinen eingeübt: „Einst und Jetzt“ ein Querschnitt durchs Müllheimer Vereinsleben war ein Riesenerfolg. (Fotos Buch 6, Seiten 54, 55 und 56)

Ein neuer Flügel musste bereits angeschafft werden. Er wurde von privater Seite günstig erhalten. Von der Familie Vago und von der Schulvorsteherschaft wurden je Fr. 400.- gesponsert.

1950

28. Jan. Familienabend bestehend aus einem ansprechenden Liederprogramm. 2.Teil Filmvortrag über die SBB und je ein Natur- und Trickfilm. Anschliessend wurde der Säcklitanz gespielt, bei welchem der Herr der Dame vor jedem Tanz ein Geldstück ins Säckli geben.musste. Die Tänzerinnen welche am meisten hatte, erhielten einen Preis das übrige Geld floss in die Vereinskasse.

Leider hatte der Verein zahlreiche Austritte zu beklagen und die Werbetrommel musste tüchtig gerührt werden.

April: Herrn Knopf wurde zum 90. Geburtstag ein Ständchen gebracht, ebenfalls zur goldenen Hochzeit von Herrn und Frau Bauer in der Centralgarage.

Für seine 30-jährige  Dirigententätigkeit wurde Max Ammann vom Thurgauischen Kantonalgesangsverband zum Ehrenmitglied ernannt.

30. Juli Sängertag in Mammern (Fotos Buch 6 Seite 70 und 71)

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1951

Da die Unterhaltungsabende in die Fasnachtszeit fallen wurde zusätzlich ein Kappenfest veranstaltet und dazu allerlei Scherzartikel verkauft.

Sept. Fahrt ins Appenzellerland mit dem Männerchor zusammen.

1952

Familienabend mit Liedern und anschliessendem bunten Abend mit Sketch und Couplets usw.

Notwendige Werbung für neue Sängerinnen, zur Zeit hat der Verein 16 Mitglieder.

Im Juli noch zweitätige Reise ins Berneroberland (Oeschinensee, Kandersteg, Niesen (Buch 6, Fotos Seite 98, 99 und 102)

Aug. Grosse Turnhallen Einweihung (heutige Wielhalle). Mit einem super Festumzug und zwei Abendprogrammen. Alle Vereine und Schüler wirkten mit. (Buch 6, Fotos Seite 106, 107 und 108)

Okt. Info über Turnhallenreglement. Der Schrank mit den Vereinsakten muss vom Gemeinde-Archiv in den Estrich des Schulhauses (?) gebracht werden.

1953

Es wird beschlossen, dass alle zwei Monate eine Gemischtchorprobe abgehalten wird.

Vom Evangelischen Kirchenchor wird Fr. 5.- Flügelmiete verlangt. Max Ammann ist auch Dirigent von diesem Chor. Er ist auch wieder Präsident des Damenchors.

Beschluss: Monatsbeiträge müssen immer in der ersten Gesangsstunde des Monats bezahlt werden. Bussen: unentschuldigt abwesend  20 Rp. zu spät kommen  10 Rp.

Mai, Ehrenmitglied Berta Keller wird an der Delegiertenvers. des Thurg. Kantonalgesangsverein zur ersten Veteranin des Damenchors Müllheim ernannt.

1. Aug. Die 150 Jahrfeier des Kantons Thurgau wird in Müllheim zusammen mit der Bundesfeier abgehalten. Regierungsrat Reutlinger hielt die Ansprache.

Ausflug nach Braunwald ins Glanerland.

1954

Um mehr Mitglieder zu bekommen werden folgende Änderungen vorgeschlagen: Ev. Probeabend wechseln, in jeder Probe Gemischtchorlieder, weniger Klavierspiel dies würde auch mehr Ruhe bringen, soll man vom Traubensaal in die Turnhalle wechseln? Sind die Lieder noch zeitgemäss? Ein Ausschuss für die Liedwahl wird gewünscht.

1. Aug. Gemeindeammann Truninger fragt, ob es in Zukunft noch möglich sei, eine Feier durchzuführen. Die Lücken in den Vereinen werden immer grösser. (Der Damenchor hat 23 Mitglieder)

15. Aug. Jubiläums- und Fahnenweihe der Militärschützen. Mitwirkung aller Vereine.

1955

Das 75-jährige Jubiläum des Damenchors ist in Sicht. An Stelle einer Feier wird eine zweitägige Fahrt ins Blaue in Betracht gezogen.

Juli: Uniformenweihe der Musikgesellschaft mit gemeinsamen Liedern von Damen- und Männerchor.

20./ 21. August:  Die Jubiläumsfahrt führte in die Westschweiz Region Montreux zum Rochers de Naye.

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1956

20. Jan. Max Ammann feiert seinen 60. Geburtstag.

Die Probebesuche lassen immer mehr zu wünschen übrig.

Jahresversammlung 25. April, Präsidentin wird Frau Elsi Gattiker, Dirigent Max Ammann, Mutationen:  22 Aktive, 27 Passiv- und 15 Ehrenmitglieder.

11. März: Feier in der Kirche zum 100. Todestag des Thurgauischen Volksführers und einstigen Pfarrer, Thomas Bornhauser. Kranzniederlegung beim Grab an der Kirchenmauer. Damenchor und Evangelischer Kirchenchor sangen zusammen.

29. Juli: Ausflug in den Schwarzwald nach Freiburg im Breisgau.

1957

Jan./Feb. Übliche Abendunterhaltung, Konzert und Theater im Hotel Traube. Eintritt Fr. 2.20 inkl. Saalabzeichen, Programm-Inhaber Fr. -.55, Saalabzeichen obligatorisch, Freitanz für Programminhaber. 1. Teil, Lieder-Programm: Abendfrieden von Schubert, Abendlied von Rein, Des Lebens Tage von Niggli, Weiss mir ein schönes Rösselein von Müller, Der Ackermann von Zentner, aus der Jugendzeit, Bundeslied von Reichardt, Schweizervolk von Andreae, Vaterlandshymne von Barblan. 2. Teil, Theater: Auto-Stop, ernst-heiteres Zeitstück in drei Akten.

Jahresversammlung am 16. März mit Statuten-Revision ( Anhang  Buch 6)

Juni, 50 Jahre Radfahrerverein, Fest im Löwengarten mit allen Vereinen.

Juli, Fahrt rund um den Bodensee

Dezember, Liedervorträge für alte und kranke Leute.

Fröhliche Silvesterfeier zusammen mit Männerchor im Ochsen.

1958

Fahnenfonds wird gegründet mit jährlicher Einlage von Fr.50.-

Juli: an verschiedenen Orten im Dorf gab es einen Platzgesang.

Fahnenweihe des TV, der Damenchor nimmt mit einer Fahnendelegation teil.

September 13./ 14.  100 Jahre Sekundarschule Müllheim mit Ehemaligen-Treffen, Festumzug, alle Vereine und Schüler nehmen teil.

Ein wesentlicher Bestandteil des Damenchors waren die jährlichen Unterhaltungs- oder Familienabende mit Liedervorträgen und Theaterabende zusammen mit dem Männerchor. Auch immer dabei, bei den Bundesfeiern und meistens auch bei den lokalen Anlässen und Jubiläen der andern Dorfvereinen. Singen bei älteren Leuten oder Geburtstagsständchen. Teilnahme an kantonalen und regionalen Sängertreffen, sowie die Vereinsreisen.

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1958 bis 1969

Beschluss an der Jahresversammlung vom 11. April, Besuch des Kant. Gesangsfestes in Weinfelden, mehrheitlicher Beschluss 2-tägige Reise ins Tessin

Sonntag 28. Juni, Gesangsfest in Weinfelden, 7.15 Uhr Vorprobe!

Platzgesang mit dem Männerchor.

Mit Weihnachtsliedern alte und einsame Frauen erfreuen, Zopf als Geschenk

Jahresversammlung: 26 aktive, 43 passive Mitglieder

Das Gesuch um Erhöhung des Gemeindebeitrages wurde positiv beantwortet, von Fr. 50.- auf Fr. 100.- erhöht (der Männerchor erhält schon lange Fr. 100.-!)

Fahnenweihe der Schützengesellschaft, Teilnahme am Festumzug mit Fahne. Reise mit Car nach Innsbruck via Bozen Meran, Abfahrt beim Ochsen um 5.00 Uhr!

Besprechung mit dem Männerchor betreffend Winterprogramm, nach hin und her wird ein Passivabend geplant. Bei gemeinsamer Vorstandssitzung erscheinen die Männerchörler so spärlich, dass kein Entschluss gefasst werden kann. Nach langem Warten nimmt der Damenchor die Sache selber an die Hand und probt ein kleines Theaterstück.

Böse Auseinandersetzung mit dem Männerchor, sie werfen den Damen eigenmächtiges Handeln vor, Resultat, keine Zusammenarbeit mit dem Männerchor mehr! Ein halbes Jahr später, schriftliche Anfrage an den Männerchor um erneute Zusammenarbeit. Antwort vom Männerchor 3 Monate später, keine Zusammenarbeit!

Es war damals Mode, an den Gesangsproben die Sonntagsschürze zu tragen. Während der Probe wurde gestrickt. Wenn der Dirigent mit der einen Stimme übte, gab es Frauen aus den anderen Stimmen die strickten bis sie wieder singen mussten.

27. Januar Konzert mit Theater wird nur vom Damenchor bestritten. Dank des guten Reinerlöses vom Konzert können Fr. 300.- in den Fahnenfond gelegt werden.

Dirigent Max Ammann wird für seine 40 jährige Tätigkeit geehrt, neue Präsidentin Marlies Habesaat. Sängertag in Pfyn, Reise auf das Stanserhorn.

Nach zweimaliger Verschiebung Reise nach Flumserberg.

Im Januar und Februar sind die Proben sehr schlecht besucht, neun und elf Sängerinnen einmal keine Probe weil zu wenige anwesend.

Jahresversammlung im Ochsen (Vereinslokal). Präsidentin macht überraschende und freudige Mitteilung, dass der Präsident des Männerchors, Herr Tschannen bei ihr vorgesprochen habe, man wolle die alte Fehde begraben und wieder zusammenarbeiten. Die freudige Überraschung lässt allen das Herz höher schlagen und das Blut spürbar erwärmen…..

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Reise nach Schinige Platte, Müllheim ab 5.30 Uhr, Müllheim an 23.34 Uhr

Im Juli erste Gemischtchorprobe nach 3 Jahren!

Oktober und November Proben mit 9 bis 16 Sängerinnen!

Abendunterhaltung Damen- und Männerchor

Mai, wir konnten den ganzen Monat Gesangsstunden halten ausser am 25. waren zu wenig anwesend

Reise nach Engelberg, Trübsee, Jochpass

Dezember, wir stellen wegen grosser Kälte die Gesangsstunden ein, weiter weg wohnende können den Weg nicht machen

Januar, Herr Ammann wir 70 Jahre

Teilnahme an der Fahnenweihe der Musikgesellschaft

Antrag, Vereinsreise nur alle 2 Jahre, wird abgelehnt. Es gibt Vereinsmitglieder die sonst nicht auf Reisen können.

Jahresversammlung, 10 Anwesende, 6 Entschuldigte. (16 Aktive, 4 Veteraninnen, 13 Ehrenmitglieder) Unser Chor ist so klein wie noch nie!

Glockenaufzug in der neuen Katholischen Kirche. Die Glocken werden auf bekränzten und geschmückten Wagen durch das Dorf gefahren. Der Umzug wird begleitet von beiden Pfarrern, Schulkindern mit Blumen, Lehrer, Turner, Musikgesellschaft, fünf Herolde zu Pferd vom Reiterverein, auch vom Damenchor eine Delegation mit Fahne, und viele in Trachten. Es war ein sehr schönes und würdiges Fest.

Reise auf den Bürgenstock

Im Februar Abendunterhaltung mit dem Männerchor in der Turnhalle

Nach 45 jähriger Dirigententätigkeit löst Herr Koch Herrn Ammann ab, neue Präsidentin Frau Bachmann.

Reisekasse wird abgeschaft, die Leute haben genug Geld wenn es ums Reisen geht. Vereinsbeitrag von Fr. 1.00 auf Fr. 1.50 erhöht, Bussen für Verspätungen werden abgeschafft, Busse für unentschuldigtes Wegbleiben bei Proben Fr. 0.50.

Erhöhung des Gehalts des Dirigenten.

Wir beschliessen, jeden 1. Mittwoch Hock in diesem oder jenem Restaurant

Reise nach Lungern, Schönbühl.

November, der Dirigent gibt ab. Weit und breit keiner zu finden!

Wie fast jedes Jahr, Weihnachtssingen bei betagten und behinderten Menschen

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1968 bis 1985

1969

der Damenchor zählt 23 Aktivmitglieder und 3 Veteraninnen

Frau Ammann wird Ehrenmitglied, erstmals wird ein silberner Becher, innen vergoldet, überreicht.

Prämierung: wer nicht mehr als 4 x gefehlt hat, erhält Fr. 5.-

Rücktritt von Dirigent Werner Koch.

Die Präsidentin Frau Bachmann besteht darauf, dass am Sängerfest in Müllheim gesungen wird, der Männerchor hat das 100 jährige Jubiläum und Fahnenweihe. Sie möchte bis in 14 Tagen einen neuen Dirigenten haben. Bisher lauter Absagen, die Lehrer wollen keine Vereine mehr leiten. Ohne Dirigent in prekärer Lage, Teilnahme am Wettgesang wird unmöglich. Bei den Zusammenkünften alle 14 Tage, wird mit Lilian Zaugg die einige Kenntnisse im Klavierspielen besitzt, Gesangsstunde gehalten.

Gemischtchorproben mit Herrn Weiss, für das Jubiläumsfest des Männerchors und die 1. Augustfeier.

Verschiedene sehr schöne Geschenke kann der Jubiläum feiernde Chor entgegennehmen, von uns eine schöne Zinnkanne.

Reise an den Lünersee in Österreich.

29. Oktober, wir erleben das Wunder: wir haben erstmals wieder einmal einen Dirigenten in unserer Gesangsstunde: Walter Nater


Aus dem Damenchor wird der Gemischte Chor

16 Sängerinnen sind anwesend. Wir singen als 1. Lied, zogen einst fünf wilde Schwäne. Der oberste Wunsch des neuen Dirigenten: den Damenchor erweitern zu einem Gemischtenchor.

1970

11.März, heute sind zwei Männer in unserer Gesangsstunde erschienen: Fritz Zurbuchen und Eugen Heinzler. Herr Zurbuchen war schon 2-3 mal gekommen entfernte sich dann aber wieder wenn er allein als Sänger war. Es ist also unsere erste Gemischtchorstunde, nachdem schon lange Gemischtchor ausgeschrieben war.

28. April, Jahresversammlung: 22 aktive Mitglieder, Männer sind keine anwesend, dabei ist es doch ein grosser Wunsch von unserem Dirigenten, dass wir ein gemischter Chor werden. Rücktritt der Präsidentin Germaine Bachmann, neu Elisabeth Heutschi. Herr Nater beantragt Busse Fr. 1.- für unentschuldigtes Wegbleiben, Fr. 0.50 für zu spät kommen.

Juni Reise nach Obersdorf.

30. Juni unsere zwei Herren pausieren bis wir eine grössere Anzahlt Männer zusammengebracht haben.

Sept. Alterssiedlung Bazar, Gemischtchor mit dem Männerchor, Alfred Rasser spielt Ausschnitte aus HD-Läppli.

Ständchen zu 90. Geburtstag von Emilie Greuter.

8. Dez. erstmals Gesangsstunde im Singsaal im neuen Sekundarschulhaus Wiel, der neue Flügel ist klanglich und im Aussehen prächtig, es ist eine Freude zum Singen

Adventskonzert mit dem Katholischen Kirchenchor, der reformierte Kirchenchor will nicht mitmachen. „Mit Hochgefühl gehen wir zur Kirche und mit Freude im Herzen, dass wir so etwas Schönes aufführen dürfen und können.“

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1971

Der reformierte Kirchenchor kommt in die Gesangsstunde, es sind 16 SängerInnen, zusammen 32 Leute. An der Jahresversammlung rege Diskussion über Zusammenschluss mit dem Kirchenchor. Dieser will seinen Namen nicht aufgeben. Herr Ammann ist Dirigent, Herr Alfred Baumann Präsident vom Kirchenchor. Nach einem gemeinsamen Auftritt an Ostern, wird mitgeteilt, dass sie ein selbständiger Kirchenchor bleiben wollen.

Auftritte mit dem Männerchor, bei der Einweihung des Sekundarschulhauses Wiel und am 1. August.

1972

Jahresversammlung:  Rücktritt von der Präsidentin, der Kassierin und der Aktuarin

Neu: Präsidentin Bea Herzog, Vize Hansruedi Hagen, Kassier Eugen Heinzler, Aktuarin Elisabeth Bünter und Archivarin Klärli Altheer

Jahresbeitrag Fr. 2.- pro Monat

Da der evangelische Kirchenchor sich mangels Mitglieder und Dirigentenmangel auflöste, wurde der Gemischte Chor von der evangelischen Vorsteherschaft angefragt, einige Gottesdienste im Jahr zu bereichern. Der Dirigent des Gemischten Chores, Walter Nater ist auch Mitglied der evangelischen Kirchenvorsteherschaft.

März unser erstes gut bezahltes Singen in der Kirche (4 Auftritte pro Jahr, Fr. 1000.- und Noten)

Wir singen bei der Fahnenweihe in Rapperswilen die Lieder, Freundestreue und Regensburgerlied, am Sängerfest in Kreuzlingen das schwedische Lied, zum Tanze da geht ein Mädel.

Erste Chlausfeier im weihnächtlich geschmückten Stübchen im Löwen. Der Samichlaus kommt. Übrige Chlaussäcke werden zu Gunsten der Kasse versteigert.

1973

Jahresverssammlung: 26 Anwesende, 3 entschuldigt, Passivbeitrag wird von Fr. 5.- auf Fr. 10.- erhöht.

Delegation vom Männerchor und vom Gemischtchor Pfyn in der Probe, sie haben keinen Dirigenten. Es wird vereinbart, dass die Proben abwechslungsweise einmal in Pfyn und einmal im Müllheim stattfinden. Jahressalär des Dirigenten Fr. 2000.- durch drei teilen. Es wird das Liederbuch „Mit heller Stimme“ angeschaft.

Reise nach Braunwald

Auftritte in der Kirche und Sängertag in Homburg. Für das grosse Weihnachtskonzert erntete die Chorgemeinschaft mit Instrumentalisten vom Stadtorchester Frauenfeld viel Lob. Herr Nater hat den Chor innert kurzer Zeit auf eine beachtliche Stufe gebracht. Folgende Lieder wurden gesungen: Es kommt ein Schiff geladen, O Heiland reiss den Himmel auf, Machet die Tore weit, Zu Betlehem  geboren, Ihr Völker hört, Werde Licht du Stadt der Heiden, Fürchtet euch nicht und das neubebor’ne Kindlein.

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1974

Neuer Präsident, Hans Frick

Grossratspräsidenten-Wahlfest von Dr. B. Schmid in Pfyn, 100 Jahre Männerchor Pfyn, Unterhaltung in Pfyn und Müllheim, Auftritte in der Kiche

1975

Januar: ganz unerwartet teil der Präsident des Männerchors Pfyn mit, sie hätten einen Dirigenten gefunden und würden ab sofort nicht mehr mit uns singen.

Jahresversammlung: es werden neun neue Mitglieder aufgenommen, Fahnenfond Fr. 1’696.20 wird aufgelöst, Reduktion des Dirigentensalärs in Folge Austritt der beiden Pfyner Chöre von 2000.- auf 1’500.-.

Reise nach Bregenz, Auftritte in der Kirche.

1976

Neue Statuten, Reise auf’s Brienzer Rothorn, Sängertag in Marthalen, zwei Dorffeste, 100 Jahre Musikgesellschaft Müllheim und 75 Jahre Landwirtschaftliche Genossenschaft.

1977

Kant. Gesangsfest Romanshorn, Reise an den Titisee, Einweihung der Alterssiedlung. Jahresversammlung: Neuer Präsident Hansruedi Hagen

1978

23. April, Einweihung der renovierten Kirche, grosses Festkonzert mit Georg Philipp Telemanns Kantate, die Tageszeiten. Für das grosse Fest gab es eine Tenuevorschrift: schwarz, weiss. Wunderschönes Konzert mit Solisten und Orchester, die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt.


Neuer Name: Singkreis

Juni, Namensänderung von Gemischtenchor zu Singkreis. Mit diesem Namen wollen wir die Dorfgrenzen durchbrechen. Schöne Singkreis-Broschüre gestaltet.

Singen in der Alterssiedlung mit Filmvorführungen von Hansruedi Hagen. Reise auf die Klewenalp. Adventskonzert mit dem Stadtorchester Frauenfeld.

Auf Anfrage des Männerchors Müllheim unterstützen wir sie bei der Abendunterhaltung.

Reise nach Gruyères

24. Dez. Mitternachtsgottesdienst, festlich gekleidet trat der Singkreis vor die Gemeinde. Die Kirche war gut besetzt, eine Freude zum Singen!

1980

Januar, der Singkreis fährt nach Sirnach in die Operette „Gasparone“. Es wird zur Tradition, dass der Verein musikalische Veranstaltungen besucht.

Neben den Auftritten in der Kirche wie jedes Jahr, Teilnahme am Sängertag in Balterswil mit dem Lied, Wenn alle Brünnlein fliessen. Die Bewertung lautete: sehr vorzüglich!

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1981

Zur Feier des 300. Geburtstages von Georg Philipp Telemann, grosses Konzert in Müllheim und der Karthause Ittingen. Bewunderung für das Können unseres eisernen Dirigenten Walter Nater, der Solisten, Orchester und Chor zu besten Leistungen anzuspornen vermochte. Es wurde aufgeführt: Das befreite Israel und Die Donnerode. Die Konzerte werden unvergesslich bleiben.

Gesangsfest Frauenfeld, Bewertung: der wohlgeschulte Chor vermochte voll und ganz zu überzeugen und verdient uneingeschränktes Lob!

Sängertreffen in Pfyn

1982

Jahresversammlung:  32 Anwesende, Appell des Dirigenten an die Chormitglieder:“ Ich staune wie viel Leute dem Chor angehören. Betreffend Probenbesuch wurde am letzten Donnerstag mit 17 Anwesenden der Vogel abgeschossen!“

2-tägige Reise ans Schweizerisches Gesangsfest Basel mit Übernachtung in Allschwil.

Singwochenende in der neu eröffneten Karthause Ittingen mit dem Kirchenchor Steckborn (50 SängerInnen) es wird für das Konzert im nächsten Jahr geprobt.

Müllheim singt Weihnachten ein! Gemeinsames Singen zu Weihnachten im Singsaal.

1983

Jahresversammlung:  viel zu reden gab das „Offene Singen“. Soll es als Werbemittel dienen oder einfach der Freude am Gesang?

Die Probenbeteiligung war meistens sehr schlecht, manchmal beinahe deprimierend, vor allem für Walter Nater.

Anstelle einer Reise wurde ein Plauschabend auf dem Bodensee-Tanzschiff geplant, es regnete wie aus Chübeln, beim Ochsen fanden sich nur 5 Mitglieder ein, darum Eiskaffe-Abend im Ochsen.

Singsonntag auf dem Klingenberg mit dem Kirchenchor Steckborn.

Grosse Konzerte in Müllheim zur Feier der Beendigung der Aussenrenovation der Kirche. Am nächsten Tag Aufführung in der Kirche Steckborn. Begleitet von Solisten und Instrumentalisten wurden folgende Werke vorgetragen: Jauchzet dem Herrn von Pachelbel und Deus judicium tuum regi da von Telemann. Viele Besucher, sehr schönes Konzert!

1984

Jahresversammlung: Der Dirigent sieht im Moment keine Zukunft für unseren Chor (Probenbesuch 15-17 Personen)

Gemeinsames Proben mit dem Kirchenchor Steckborn 1 x mtl.

September, Kündigung des Dirigenten

Chorreise ins Elsas

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1985 bis 2005

1985

Januar Interimsdirigent David Heer. Der Verein sucht eine neue musikalische Leitung. Nach verschiedenen Zu- und Absagen und langwierigen Verhandlungen wird Katharina Häberli von Sonterswil angestellt, obwohl im laufenden Jahr keine Jahresversammlung und keine Wahl durch den Verein stattgefunden haben.

1986

11. Januar, die Wahl der Dirigentin durch die Mitglieder erfolgt an dieser Jahresversammlung einstimmig. Wie an so manchen Anlässen hat Klärli Altheer wieder mit einer speziellen Dekoration für eine herzliche Atmosphäre gesorgt. Sie ist halt so etwas wie eine Vereinsgotte.

31. Mai, Teilnahme am Kant. Gesangsfest in Weinfelden, der Gesamteindruck war zufriedenstellend.

22. Juni, Reise in das Emmental und auf die Seebodenalp

14. Dez. Adventssingen, Bläser, Gemeinde, Chor und Solisten wechseln sich ab. Die Kirche ist voll, das „Konzert“ fand bei der Bevölkerung regen Anklang.

1987

26. /27. September, Sängertag in Pfyn, vorzügliche Bewertung

12. Dez. Adventssingen. Auch in diesem Jahr gab es sechs Auftritte in der Kirche und die Mitgestaltung des Kirchgemeindeabends.

1988

19. Juni, oekumenischer Gottesdienst zur Einweihung unserer renovierten Turnhalle im Wiel. Auch bei vielen anderen Gelegenheiten beteiligt sich der Singkreis. Besonders an kirchlichen Feiern und Gottesdiensten wirkt der Chor mit.

21. August, Reise nach Basel und Schifffahrt bis Mühlhausen, Besuch des Automobilmuseums.

8. Dez. Chlaushöck mit Fondue in der Kath. Unterkirche, war so schön, soll zur Tradition werden

4. Dez. Adventssingen, die Kirche war übervoll, von den Zuhörern konnte nur Lobenswertes gehört werden.

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1989

Im Durchschnitt besuchen etwa 25 Mitglieder regelmässig die Proben

11. Juni, Chorreise mit Ross und Wagen ins Seebachtal

2. Juli, Sängertag Homburg. Gesamteindruck sehr gut.

3. Dez. Adventssingen mit Schülern von Katharina Häberlin. Diese Konzerte sind jeweils die Höhepunkte des Jahres. Sie werden in guter Erinnerung an Katharina bleiben.

1990

Die Dirigentin hat vom 1. Juli bis 31. Dezember Urlaub. Regula Raas übernimmt interimsweise den Dirigentenstock. Hansruedi Hagen hat dies alles wieder bestens organisiert, er setzt sich unermüdlich ein für den Verein.

19. Juni, Reise nach Stein AR. Wie sehr oft in den vergangenen Jahren hat Bruno Hug auch diesmal die Reise organisiert.

2. Dezember Adventskonzert mit dem Orchester Steckborn in Müllheim und Wigoltingen. Programm: Gloria von Riba, Sonata pastorella von Schelle, Ich steh an deiner Krippe hier von Bach, Sanctus und Benedictus von Riba und Canticorum jubilo von Händel.

1991

25. Mai, Besuch des Eidg. Gesangfestes in Hochdorf, mit den Liedern: All meine Gedanken die ich hab von Brahms und O du schöner Rosengarten von Willisegger.

9. Juni, Verbandssängertag in Müllheim unter der Direktion von Erwin Wyss. Ein ökumenischer Gottesdienst wurde abgehalten.

17. November, mit dem Katholischen Kirchenchor gemeinsame Aufführung. Von W. A. Mozart die Spatzen-Messe, Serenaden und Laudate dominum unter der Leitung von Katharina Häberli in der Evangelischen Kirche. Der Dirigentin, den Solisten, Chören und Instrumentalisten gelang eine einstündige, tiefgehende Aufführung der Werke Mozarts. Ein würdiges Konzert zu Ehren des vor 200 Jahren verstorbenen Komponisten.

1992

14. Juni, Chorreise mit Pferdegespann dem Ottenberg entlang zu den Bommer Weihern. Auf den 30. Juni verlässt Katharina Häberli den Chor. Als Nachfolgerin konnte Regula Raas verpflichtet werden.

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1993

20. Juni, Chorreise nach Eschenz

12. September, Verbandssängertag in Felben-Wellhausen mit dem anspruchsvollen Lied, Zigeunerleben von Schumann. Es gab das Prädikat sehr gut!

12. Dezember, Adventskonzert mit dem Seniorenorchester Weinfelden. Die „Südamerikanische Weihnacht“ war ein voller Erfolg. Der 40 köpfige Singkreis war klanglich sehr gut ausgewogen und vermochte durch die fröhlich und beschwingt vorgetragenen Lieder zu überzeugen. Die Soli von eigenen Sängern vorgetragen ernteten viel Applaus. Eine beeindruckende Leistung.

1994

6. Februar, Amtseinsetzung von Pfarrer Peter Keller

19. Juni, Chorreise nach dem Kloster Rheinau

27. November, Adventskonzert mit dem Bodensee-Bläserquartett

24. Dezember gemeinsam mit dem katholischen Kirchenchor wirkt der Singkreis beim evangelischen Gottesdienst und der katholischen Mitternachtsmesse mit.

Wie schon viele Jahre engagiert sich der Singkreis mit sechs Auftritten in der Kirche.

1995

18. Februar, es ist bereits zur Tradition geworden, dass der Singkreis die Operette in Sirnach besucht.

11. Juni, Mitwirkung mit dem katholischen Kirchenchor an der Einweihung des Oberstufenzentrums Rietwies.

25. Juni, Chorreise nach dem Hinterthurgau.

18./19. November, Singkreis Müllheim und Männerchor Steckborn vereint auf der Bühne der Wielhalle und der Feldbachhalle Steckborn. Nach einer Idee von Regula Raas werden verschiedene klassische Melodien aus den bekannten Operetten, Hoffmanns Erzählungen, Zigeuner Baron, Troubadour und La Traviata, zu einem Singspiel „Zigeunerleben“. Begleitet werden die Chöre von Musikern aus dem Bekanntenkreis von Regula Raas. Die Dirigentin verlangt viel von den Sängerinnen und Sängern, die sonst nicht auswendig singen und vor allem nicht auch noch darstellend zu wirken haben. Sie erstellen mit vielen Helfern, allen voran mit dem engagierten Präsidenten Hansruedi Hagen ein traumhaftes Bühnenbild. Alles meistern sie mit grosser Freude und Erfolg, wie der Applaus zeigt. Über 1000 Zuschauer waren begeistert.

1996

11. Januar, Jahresversammlung: es sind 33 Mitglieder anwesend, entschuldigt 6 Mitglieder

2. Juni, Sängertag in Wigoltingen mit dem Lied, dunkelrote Rosen von Millöcker.

30. November, Jubiläumsfest 125 Jahre katholischer Kirchenchor in der Wielhalle.

Oster- und Adventskonzert zusammen mit dem Thurgauischen Seniorenorchester, das ebenfalls von Regula Raas dirigiert wird.

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1997

Jahresversammlung: der Mitgliederbeitrag wird von Fr. 24.- auf Fr. 60.- erhöht, der Passivbeitrag von Fr. 10.- auf Fr. 15.-. Die grosse Mitgliederumfrage wird ausgewertet und verschiedene Verbesserungen angestrebt.

31. Mai, Frühlingskonzert zum Jubiläum, 10 Jahre Seniorenorchester und mit dem Kinderchor Wigoltingen.

8. Juni, Vereinsreise ins Prättigau.

1998

15. Januar, Jahresversammlung, die neu überarbeiteten Statuten werden genehmigt. Im Jahresprogramm werden acht Auftritte in der Kirche, die Chorreise, der Grillabend und der Chlaushöck festgelegt.

5. Juli, Vereinsreise, Schifffahrt auf dem Bodensee

19./20. September, Gospelkonzert mit dem Männerchor Steckborn. Programm: And can it be?, Ain’t got time to die, Praise the Lord o my Soul, To him who sits on the throne, Swing low sweet charriot, Gabi Gabi, Wlk together Children, Wade in the Water, A Child is born, Frinds and Strangers, My Lord, I will follow him, Motherless Child, Were you there?, Go down Moses.

1999

14. Januar, JV, Hans-Ruedi Hagen ist 20 Jahre Vereinspräsident. Die Dirigentin Regula Raas verlässt den Verein auf den 30. Juni. Zu ihren Ehren gibt der Chor am 12. Juni in Müllheim und am 13. Juni in Steckborn ein Abschiedskonzert, Melodien zum Spätfrühling. Der Männerchor Steckborn, das Seniorenorchester und das Duo „les tsiganes“ wirken mit.

Interimsweise leitet Margrith Roos den Verein bis das verwaiste Amt wieder besetzt ist. Mit ihr bestreitet der Chor verschiedene Auftritte in der Kirche und einen bunten Liederstrauss für ein Hochzeitsfest. Mit viel Freude und Energie steckt sie viel Kraft in die Stimmbildung, es war eine Freude mit ihr zu singen!

2000

Es ist dem Singkreis gelungen, in der Person von Thomas Buchmann aus Felben einen versierten Dirigenten zu finden und zu verpflichten. Am 10. Februar ist die erste Probe. In den vergangenen Monaten hat sich Otti Stuber voller Energie für den Verein eingesetzt, hat die Mitglieder immer wieder schriftlich eingeladen und informiert und war auch bei der Dirigentenauswahl massgeblich beteiligt. Das Jahresprogramm bestand aus den kirchlichen Auftritten, dem Grillabend und dem Chlaushöck. Der Chor hat sich schnell an den neuen Dirigenten gewöhnt. Die Lieder und Auftritte sind abwechslungsreich, schön dass er eine fröhliche und lockere Atmosphäre schaft.

2001

18. Januar, Jahresversammlung, Präsident Hans-Ruedi Hagen stellt sein Amt nach 23-jähriger Tätigkeit endgültig zur Verfügung. Als Nachfolgerin wird Barbara Aerne gewählt. Die langjährige Materialverwalterin Klärli Altheer wird von Kathrin Jägli abgelöst, ebenfalls neu im Vorstand ist der Vizepräsident Otti Stuber und die Kassierin Gaby Capt

10. Februar, Operette in Sirnach, eine Nacht in Venedig

In diesem Jahr haben wir neun Auftritte in der Kirche. Die Vereinsreise wird wegen Wetterpech gekürzt. Anstelle einer Ausfahrt mit Ross und Wagen treffen wir uns zum Z’Mittag und gemütlichen Beisammensein in Anetswil.

8./9. September, mit grossem Erfolg beteiligte sich der Verein mit einem heimeligen Beizli am Jubiläumsfest der Musikgesellschaft. Wir können unser Beizli in und vor der Scheune von Familie Hug einrichten. Es ist uns gelungen, für den ökumenischen Gottesdienst alle Chöre von Müllheim, den katholische Kirchenchor, den Männerchor, den Jugendchor und den Singkreis zusammen zu bringen

6. Oktober Veteranenehrung, unsere beiden Sängerkameraden Hans-Ruedi Hagen und Eugen Heinzler werden für über 30jährige Zugehörigkeit zum Singkreis vom Thurgauer Kantonalgesangsverband geehrt.

Alte Akten und Protokollbücher werden sortiert und zum Teil im Archiv der Gemeinde gelagert. Die vermisste Vereinsfahne und später auch die Fahnenstange werden wieder gefunden.

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2002

Um den Kontakt zum Männerchor etwas zu pflegen organisieren wir einen gemeinsamen Brunch auf einem Unterseeschiff.  24. August, Auftritt mit dem Männerchor am Jubiläumsfest der Alterssiedlung und des Gemeindehauses. Schade, dass der Kontakt mit dem Männerchor nicht sehr gut ist, denn singen können wir gut zusammen.

31. August, Vereinsreise zum Voralpsee im Churfirstengebiet.

Ab diesem Jahr werden pro Jahr 8 Auftritte in der Kirche durchgeführt.

Bisher wurden die Passivbeiträge jedes Jahr persönlich eingezogen. Neu wird ein Brief an die Passivmitglieder und an die Freunde des Gesangs in jede Haushaltung verschickt. Für unsere Kasse ist diese Änderung ein grosser Erfolg!cropped-singkreis-muellheim

Ein schönes Logo ist entstanden, das von nun an das Briefpapier von unserem Verein verziert.

2003

23. Januar, ein neuer Ablauf der Jahresversammlung, wir treffen uns schon um 19.00 Uhr und essen vor der Versammlung.

21./22. Juni, Kant. Gesangsfest in Aadorf. In Chorgemeinschaft mit Tuttwil wurde das Prädikat „sehr gut“ erzielt. Es war ein motivierendes schönes Erlebnis für den Chor, nach 7 Jahren wieder an einem Sängerfest teilzunehmen.

05./06. Juli, zum Anlass 200 Jahre Thurgau wurde der neue Thurweg eingeweiht. Der Singkreis betreibt in Müllheim unter der Autobahnbrücke einen Imbiss-Stand für die Wanderer.

Chorreise ins Appenzellerland

2004

Gesangsfest in Mammern, ohne Bewertung.

Mitwirkung an der 1. Augustfeier und 750 Jahre Müllheim.

Gesangsfest in Pfyn, Note sehr gut.

Nach vielen Jahren gibt es wieder einmal eine 2-tägige Chorreise. Fast alle reisen mit ins Glarnerland!

„Wir können uns immer wieder an einem guten Probenbesuch erfreuen. Mehrmals gibt es nur gerade eine Absenz. Wir haben eine gute Stimmung im Chor und ein gutes Einvernehmen mit dem Dirigenten und freuen uns auf unser grosses Jubiläumsfest im nächsten Jahr.“

Diese positiven Worte am Schluss der Zusammenfassung zeigen doch auf, dass trotz allen „Höhen und Tiefen“ der vergangenen Jahre, eine gewisse Kontinuität gewährleistet ist, sodass der Chor mit Freude und Zuversicht ins Jubiläumsjahr starten kann.

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Die Zusammenfassung der Protokollbücher wurde erstellt von:
1880 – 1958 Marlies Kunz
1959 – 1968 Rosmarie Toller und Barbara Aerne
1969 – 1984 Barbara Aerne
1985 – 2004 Rosmarie Toller


Fragen und Ideen:
Gibt es noch Fotos aus den verschiedenen Zeiten?
Ev. Eine Liste der Dirigenten und Präsidenten erstellen
Gibt es noch eine Singkreisbroschüre von 1978/1977?
Gibt es noch eine Chronik von 1940? War diese gedruckt oder Handschriftlich?
Z.T. fehlen im Text die Jahreszahlen

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